PROJEKTE 2025


Austausch von zwei alten Metalltanks an der St.Martin Secondary Schule in Jjanya/Uganda - gemeinsam mit  Uganda Hilfe Regensburg 

Die Uganda-Kinderhilfe unterstützt drei Schulen mit insgesamt rund eintausend Kindern. Einer von vier Projektbereichen ist die Wasserversorgung.
In Uganda ist die Wasserversorgung, wie fast überall in Afrika, schwierig. In der Regel stehen den Gemeinden Brunnen zur Verfügung, an denen das Wasser von Hand gepumpt werden muss. Die Brunnen sind in einem mehr oder weniger guten Zustand. Die Organisation hat bereits die Pumpen-Anlage erneuert. Rostige Rohrleitungen haben das Wasser braun eingefärbt und der Geschmack nach Eisen im Wasser war schon mit der Nase zu riechen. Nun müssen die zwei alten Metalltanks 
durch Kunststofftanks ersetzt werden. Dies wurde nach einem Besuch einer Regierungskommission der Schule mitgeteilt. 



Anlegen von Auffangbecken und Bau einer Wasserversorgung im Shitung-Gebiet, Nepal - gemeinsam mit Susanne von der Heide und HimalAsia

Bedingt durch den Klimawandel mit all seinen Folgen, wie den abschmelzenden Gletschern einerseits und den zunehmenden Niederschlägen im Himalaya und Transhimalaya andererseits, ist es besonders auch in der wüstenartig trockenen Region von Nord-Mustang 
mit seiner einzigartigen tibetisch-buddhistischen Kultur zu sichtlichen Veränderungen gekommen. Zwei Dörfer mussten bereits wegen Wassermangels umgesiedelt werden. Bei dem Projekt werden 82 Haushalte mit über 540 Personen unterstützt. Die Lopa (wie die lokale Bevölkerung genannt wird) haben  nicht mehr genügend Wasser zur Bewirtschaftung ihrer Felder. Es wurde schon überlegt, auch diese Gehöfte umzusiedeln. Das kann vermieden werden, wenn im Bergmassiv hinter Shyangboche, im Gebiet von Shitung, Wasserspeicher gebaut werden und ein 7 Kilometer langes Wasserkanalsystem verlegt wird. 

Bau einer Wasserversorung in Managaun, Nepal - gemeinsam mit Engineers without Borders

Managaun liegt etwa 10 Autostunden von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu entfernt. Das Dorf ist Heimat von rund 375 Menschen, die überwiegend von der Landwirtschaft leben. Auf einer Höhe von ca. 2600m werden hauptsächlich Kartoffeln, Kohl, Brokkoli und weiteres Gemüse angebaut. In der Trockenzeit werden die vorhandenen Wasserquellen knapp. Manche Quellen versiegen vollständig, wodurch die Dorfbewohner Wasser aus Quellen außerhalb des Dorfs holen müssen. Die nächste ideale Wasserquelle ist 3,5 km entfernt. Die Bewohner sollen eine praktische Lösung für einen ganzjährigen Zugang zu sauberem Wasser für Haushalt und Landwirtschaft erhalten. Gemeinsam mit der  Dorfgemeinschaft und erfahrenen lokalen Partnern wird ein Wassersystem entwickelt, das den besonderen Herausforderungen vor Ort gerecht wird. Das System beginnt mit einem Sedimentationstank, der das Wasser der Sano-Jhor-Quelle auffängt. Von dort aus transportiert eine Rohrleitung das Wasser zu einem Verteilerbecken in der Nähe des Dorfes. Jeder Haushalt wird einen eigenen Hausanschluss bekommen. 

Neue Sanitäranlagen für die Twampane-Schule in Sambia - gemeinsam mit Chimfunshi Verein zum 
Schutz bedrohter Umwelt e. V. 

Die Twampane-Schule besuchen 240 Kinder von der Vorschule bis zur 10. Klasse. Mit dem Wegfall staatlicher Schulgebühren ist die Zahl der Lernenden weiter gestiegen - eine positive Entwicklung, die jedoch akute Infrastrukturprobleme mit sich bringt. Besonders fehlt es an sicheren und hygienischen Toiletten. Bisher bestanden die sanitären Anlagen aus vier offenen Betonlatrinen ohne Türen, Wasseranschluss oder Waschmöglichkeiten. Diese Situation führt zu den folgenden Herausforderungen: Fehlende Möglichkeiten zur Menstruationshygiene zwingen viele Mädchen, während ihrer Periode regelmäßig dem Unterricht fernzubleiben. Die Cholera-Epidemie 2024 hat gezeigt, wie gefährlich unzureichende Hygiene ist. Trotz vorhandener Seife, Desinfektions- und Handwaschmöglichkeiten sind Kinder ohne saubere Toiletten täglich dem Risiko von Durchfall- und Infektionskrankheiten ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die nicht entleerbaren Latrinen das Grundwasser verschmutzen. Es entstehen Toilettenblöcke (getrennt für Mädchen und Jungen), Waschbecken und eine Klärgrube mit Sickerschacht. Ein zusätzlicher Raum bietet besonders den Mädchen, Privatsphäre zum Umziehen, und dient als Beratungs- und Lagerraum für Hygieneprodukte. Die lokale Gemeinschaft ist aktiv eingebunden. Die Arbeiten werden von lokalen Firmen ausgeführt. 

Sauberes Trinkwasser für Nyakrom, Ghana - gemeinsam mit Egolog Institut 

Das Wasser im Projektgebiet wird durch illegalen und durch die lokale Bevölkerung abgelehnten Goldabbau verunreinigt. Das Wasserwerk in Kwayarko, das zwölf Distrikte in der Zentralregion Ghanas beliefert, bezieht Wasser aus den Flüssen Ayensu und Densu. Der Zufluss Densu kommt aus dem illegal genutzten Bergbaugebiet und ist so stark verschmutzt, dass das Wasserwerk kein reines Wasser mehr produzieren kann. Die Menschen müssen nun mit schwerwiegenden Auswirkungen zurechtkommen. Es haben nur noch Menschen Trinkwasser, die über einen eigenen Brunnen verfügen. Das Wasserwerk muss neben der Klärung des verseuchten, getrübten Wassers, zudem die Filterung von gefährlichen Schwermetallen, wie Quecksilber und Blei, bewerkstelligen. Im Umweltzentrum in Nyakrom gibt es einen Brunnen, der ursprünglich für die Arbeit im Zentrum genutzt werden soll. Um die Gesundheit der einheimischen Bevölkerung in dieser Region zu schützen, soll dieser Brunnen für die Nutzung durch die lokale Bevölkerung ausgebaut werden.  Als kurzfristige Lösung soll die Pumpleistung der Grundwasserpumpe des Umweltbildungszentrums erhöht werden. 


Bau neuer Schultoiletten in Dar es Salaam, Tansania - gemeinsam mit Probono Schulstiftung

Im Jahr 2020 konnten wir die Schule durch eine Förderung bei einer Brunnenbohrung unterstützen. Seit mehr als fünf Jahren ist die Wasserversorgung an der Kiluvya School kein Problem mehr. Es konnte sogar ein ökologischer Schulgarten angelegt werden, um mit selbst angebautem Gemüse das sehr einseitige Schulessen zu verbessern und den Mädchen und Jungen berufspraktische Kenntnisse im Gartenbau zu vermitteln. Eine Herausforderung sind inzwischen die fehlenden Schultoiletten geworden: Für 666 Jungen gibt es aktuell nur 6 Toiletten. Beantragt wird der Bau eines Gebäudes mit sechs neuen Schultoiletten, davon eine behindertengerechte Toilette, fünf Handwaschbecken, ein Abwassersystem mit einer Sickergrube und eine Wanddekoration, die auf die richtige Handhygiene hinweist. Das wird die Lebensbedingungen der Jungen  
wesentlich verbessern und ihre Lernmotivation, Konzentration und Lernerfolge steigern. 

Toiletten für Grundschulen in Mamuri, Sierra Leone 
- gemeinsam mit Ingenieure ohne Grenzen

Schulen im ländlichen Sierra Leone verfügen über besonders schlechte Hygienebedingungen und teils kaum funktionale sanitäre Anlagen. Die weit verbreiteten  Grubenlatrinen werden oft nur unzureichend gewartet und können im havarierten Zustand ein relevantes Risiko für die Grundwasserqualität der anliegenden Gemeinden darstellen. Eine Variante, die Situation zu verbessern, sind Trockentrenntoiletten. Durch das Trennsystem wird unangenehmer Geruch verhindert und Fliegen ferngehalten, die leicht Krankheiten übertragen können. Der dadurch entstandene Kompost kann als natürlicher Dünger auf den Feldern der örtlichen Landwirtschaft verwendet werden. Das Grundwasser wird vor einer Kontaminierung durch die Fäkalien geschützt und dadurch auch dort Krankheitsübertragungen verhindert. Es werden neun Toiletten in enger Zusammenarbeit mit den ansässigen Bauarbeitern gebaut. Die Dorfgemeinschaft beteiligt sich aktiv an der Bauphase. Sie stellt Hilfsarbeitende, die die gelernten Handwerker beim Bau der Toiletten unterstützen. Außerdem versorgen die Menschen vor Ort die Maßnahme mit Baumaterialien wie Lehm, Sand und Holz. Beispielsweise wurden alle für den Oberbau benötigten Lehmsteine von ihnen her gestellt. Ergänzt werden die Toiletten von 4 Handwaschstationen, für die das Regenwasser von den Dächern gesammelt wird. Den Lehrern werden bei Workshops die Grundlagen beigebracht. Zugute kommt die neue Anlage 350 Schülern und 10 Lehrern. Indirekt ist dabei die gesamte Dorfgemeinschaft die Zielgruppe, die durch Wissensverbreitung an dem Bildungsprogramm teilnimmt. Zusätzlich profitieren sie von der verbesserten Gesundheit der Kinder sowie dem hergestellten Dünger. 


Zugang zu Trinkwasser in sieben Dörfern in Nandyal Mandal, Indien
- gemeinsam mit Mother Society

Die armen Stammesgemeinschaften im Distrikt Nandyal laufen mehr als einen halben Kilometer, um einen Topf Trinkwasser zu bekommen. Sie bekommen aber kein sauberes Trinkwasser, sondern oftmals nur Wasser mit Schlamm. Zudem wird Wasser für den Anbau von Gemüse benötigt. Wenn das Grundwasser sinkt, trocknen die bestehenden Bohrbrunnen aus, und damit kommt der landwirtschaftliche Betrieb zum Erliegen. Es ist daher geplant, sieben Bohrlöcher in vierhundert Fuß Tiefe zu schaffen. Das Projekt versucht, eine nachhaltige, von der Gemeinde verwaltete Wasserversorgung in ländlichen Dörfern zu schaffen. 




Solarwasserversorgung mit Wasserspeicher für eine Grundschule in Njiri, Malawi - gemeinsam mit Förderverein Chipunga 

In der Gemeinde Njiri sind die Trinkwasserversorgung und die sanitäre Grundversorgung schlecht. Die Grundschule von Njiri ist zur Gewinnung von Trinkwasser auf Bohrlöcher angewiesen. Oftmals kommt es aber zu einem Zusammenbruch der Anlagen, wodurch sich Krankheitserreger im Wasser ausbreiten. Ziel des Projekts ist es, das Wohlbefinden von Lernenden und Lehrern sowie von Familien in der Nähe der Njiri
Grundschule zu verbessern, indem der Zugang zu Trinkwasser durch eine effiziente und nachhaltige 
Trinkwasserversorgung verbessert wird. Die Beteiligung der Gemeinschaft als integrierendes Element wird dabei gefördert. Es werden Treffen mit betroffenen Interessengruppen organisiert, wobei diese für den Wert und die Vorteile eines solarbetriebenen Wasserversorgungssystems sensibilisiert werden. Das bestehende Bohrloch wird erweitert, es wird ein Pumpenhaus um das Bohrloch gebaut und Tanktürme werden gemauert. Für den Betrieb der Pumpe wird eine Photovoltaikanlage installiert. Ferner werden ein Wasseraufbereitungssystem ergänzt und Rohrleitungen für vorgesehene Wasserhähne verlegt. 




 Neubau eines Wasserturmes in Lubhu, Nepal
- ein Projekt der Nepalhilfe Beilngries

Durch die Organisation werden an 1200 Haushalte mit etwa 15000 Einwohnern, reines Trinkwasser aus privaten Wasserhähnen verteilt. Auch die Sekundarschule in Lubdu und in Mahalaymi gehören dazu. In der Trockenzeit ist es schwierig, ausreichend sauberes Trinkwasser bereit stellen zu können. Um die erforderliche Wassermenge anbieten zu können, wird Rohwasser gesammelt. Das muss gehoben und gefiltert werden.